Auf circa 1.400 schätzt der Bund der Vertriebenen (BdV) die Anzahl der Mahnmale und Gedenkstätten der Vertriebenen aus ehemals deutschen Landen. 35 listet der BdV in seiner Dokumentation für Rheinland-Pfalz auf. Auch in Trier findet sich ein entsprechendes Mahnmal. Den sogenannten „Heimatbrunnen“, an prominenter Stelle, dem Rathausplatz, errichtet, ziert an einem seiner vier Betonbecken eine Bronzeplakette mit den schlichten Worten „Einigkeit und Recht und Freiheit. Breslau, Gleiwitz, Stettin, Königsberg, Eger, Marienburg“. Anstatt sich der Tatsache der Vertreibung Deutscher von ihrem damaligen Wohnsitz als direktes und nicht anders erklärbares Ergebnis der verbrecherischen Kriegsführung des deutschen Faschismus zu erinnern, anstatt also darauf zu verweisen, daß die Vertreibung eine Vorgeschichte hat, nämlich Faschismus und Krieg, suggeriert die Gedenktafel am Brunnen etwas anderes, ja geradezu gegensätzlich verkehrtes: indem sie verschweigt, was war, stellt sie einen verleumderischen Umgang mit der Geschichte dar und möchte durchaus so verstanden werden, als seien „Einigkeit und Recht und Freiheit“ noch nicht „für das“ gesamte „deutsche Vaterland“ wieder vollständig hergestellt. Das wäre nach dieser Lesart erst dann wieder der Fall, wenn Schlesien mit Breslau und Gleiwitz, Hinterpommern mit Stettin, Ostpreußen mit Königsberg, das Sudetenland mit Eger und letztlich Westpreußen mit Marienburg „heim ins Reich geführt“ würden. Offen wird eine solch säbelrasselnd grenzrevidierende Position zu Zeit selbstverständlich nicht vertreten; im Buchstaben der Plakette schlummert aber der Revanchegedanke – immer noch. Daß dies kein Hirngespinst ist, darauf verweist die Tätigkeit des BdV und der ihm angeschlossenen Landsmannschaften. (mehr…)
Werkverträge – die neue Leiharbeit
Kaum werden für die Leiharbeit auch nur die kleinsten Verbesserungen erkämpft, suchen die Konzerne neue Wege, alle Regelungen zu umgehen. Heute im Angebot: Werkverträge
Leiharbeit als Spaltpilz
Leiharbeit ist schon fast zur Normalität geworden: Schätzungen zufolge wird dieses Jahr offiziell die historische Marke von einer Million LeiharbeiterInnen überschritten. Für die Betroffenen – besonders häufig Jugendliche – bedeutet das: durchschnittlich 50% weniger Lohn, Unsicherheit, und meist miserable Arbeitsbedingungen. Das setzt aber nicht nur die LeiharbeiterInnen, sondern die gesamte Belegschaft unter Druck: LeiharbeiterInnen wirken quasi als LohndrückerInnen und den Stammbeschäftigten wird ständig vor Augen geführt, wie ersetzbar sie sind. Das schwächt natürlich die Kampfkraft der Belegschaft und auch der gesamten Arbeiterklasse.
Seit einigen Jahren wird Leiharbeit zusätzlich ganz bewusst strategisch genutzt, um in kürzester Zeit Personalkosten abbauen zu können – als Vorbereitung auf die nächsten Krisen.
Werkverträge auf dem Vormarsch
Für die Leiharbeit wurden nach und nach einige Regelungen durchgesetzt: Seit 2011 gibt es einen (mini) Mindestlohn, zum Teil wird LeiharbeiterInnen gleicher Lohn gezahlt und es gibt Betriebsräte, die Leiharbeit in ihrem Betrieb beschränken.
Allein diese kleinen Verbesserungen – die mühsam und schrittweise erkämpft wurden – bewirken, dass sich die Konzerne neue Mittel suchen, die aufkommenden Regeln zu umgehen: Werkverträge.
Bereits in über 70 Prozent der Metall- und Elektrobetriebe werden systematisch Werkverträge genutzt: Es werden ganze Bereiche ausgelagert, deren Leistungen anschließend über Werkverträge wieder eingekauft werden. Die Konzerne können so erneut Tarifverträge unterlaufen, Lohnkosten sparen, den Kündigungsschutz aushebeln und Mitbestimmung umgehen.
Werkverträge sind für die Konzerne die neue Leiharbeit – ohne „lästige“ Regelungen.
Betrieblicher Widerstand
Genau wie Leiharbeit spalten Werkverträge die Belegschaften und schwächen die Arbeiterklasse. Und genau wie Leiharbeit gehören sie eigentlich verboten – LeiharbeiterInnen und Werkvertragsbeschäftigte müssen in normale, unbefristete Arbeitsverhältnisse übernommen werden!
Beim Widerstand gegen Werkverträge sind vor allem erst mal betriebliche Lösungen gefragt, da gesetzliche Regelungen noch in weiter Ferne liegen. In einigen Stahlbetrieben zeigen sich auch erste Erfolge des gemeinsamen betrieblichen Kampfes: bei ThyssenKrupp in Duisburg, bei Arcelor-Mittal und Salzgitter Flachstahl konnten mit Hilfe von IG Metall und Betriebsräten Fortschritte in der Tarifbindung erreicht werden.
Also: nur gemeinsam sind wir stark – kämpfen wir gegen Leiharbeit und Werkverträge!
(Quelle: SDAJ; http://www.sdaj-netz.de/tag/1-mai-2012/ )
Demo am 24. März in Bad-Neuenahr
Nach den bundesweiten Razzien gegen militante Nazis, bei denen auch das Braune Haus in Bad-Neuenahr Ahrweiler geräumt worden ist, war in der bürgerlichen Presse bisweilen zu lesen, dass die für den 24. März geplante Demo gegen das Braune Haus nun ja nicht mehr nötig sei. Die Veranstalter und ca. 300 Demonstranten, die friedlich durch Bad- Neuenahr liefen, waren anderer Meinung.
Mit der Räumung des Braunen Hauses ist das faschistische Problem noch lange nicht gelöst. Wie das Aktionsbüro Mittelrhein die Folgeorganisation der kriminellen Kameradschaft Westerwald war, ist auch eine Neugründung des AB Mittelrhein abzuwarten. So bleibt die Ernsthaftigkeit dieses Staates konsequent gegen Faschisten vorzugehen weiter heuchlerisch. Deshalb lieber selber machen: Nazifreie Zonen schaffen.
mehr unter: 24maerz2012.blogsport.de



Die für den 24.03.2012 geplante antifaschistische Demonstration in Bad Neuenahr – Ahrweiler findet statt. Mittlerweile mobilisiert das “Bündnis 24. März 2012” mit breiter Unterstützung von Antifagruppen über Jugendverbände bis hin zu aktiven Gewerkschafter_innen zur antifaschistischen Demonstration “Keine Stadt, keine Straße, kein Haus den Nazis” für 13.30 Uhr zum Bahnhof Bad Neuenahr.
Am Samstag den 17.03.2012 wollen mal wieder Faschisten durch die älteste Stadt der Bundesrepublik marschieren! Dagegen gilt es natürlich ein Zeichen zu setzen!
Kommt am 17.März nach Trier und demonstriert gemeinsam mit uns gegen Faschisten!
Nähere Infos gibt es unter: http://17maerz.blogsport.de/









